Das Geschenkdilemma aller Männer

Veröffentlicht auf von Werner

Als Ehemann und Familienvater ist der Dezember immer ein bedenklicher Monat für mich, denn Weihnachten steht vor der Tür und ich tue mich Jahr um Jahr schwer mit der Auswahl geeigneter Geschenke. Frauen haben da einfach ein besseres Händchen für und denken eher mit. Es entspricht meinem Naturell praktische Dinge zu verschenken und hänge der Illusion nach, dass sich der Beschenkte wirklich darüber freut. Bei Frauen sind solche Aktionen allerdings meistens - gelinde gesagt - ein Griff ins Klo. Oft habe ich schon erlebt, dass meine Frau ihre Enttäuschung über den Handtuchtrockner, das Bügeleisen oder den Milchaufschäumer nur schwer verbergen konnte, während ich überhaupt nicht verstand, was los ist, sagte sie doch in den Wochen zuvor mehrmals, wie praktisch Dinge dieser Art wären. Zumindest bei meinen mittlerweile erwachsenen Kindern übernimmt meine Frau den Kauf der Geschenke in unser beider Namen und wenn ich ehrlich bin, habe ich letztes Jahr meine Tochter dazu überredet, ein geeignetes Geschenk für ihre Mutter zu besorgen, was ich ihr dann in meinem Namen geschenkt habe. Ich fürchte nur, dass dieses Verhalten nicht zur Gewohnheit werden kann, denn bereits beim letzten Mal war meine Frau leicht skeptisch, wie ich mir plötzlich nach all den Jahren so ein kreatives Geschenk ausdenken konnte. Manche Dinge lernt man halt auch (leider) nicht im Alter!

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post