Privatversicherung sinnvoll?
Viele Menschen träumen jahrelang von einer Privatversicherung und arbeiten darauf hin, in diese irgendwann aufgenommen zu werden. Doch oft werden die Risiken dabei vergessen, denn Fakt ist: Wenn man irgendwann weniger verdient und sich eine Privatversicherung nicht mehr wirklich leisten kann, ist eine gesetzliche Krankenversicherung nicht dazu verpflichtet, einen wieder aufzunehmen. Das bedeutet, dass man eventuell aus der Privatversicherung auch bei weniger Gehalt nicht mehr rauskommt. Am Wochenende habe ich einen Bericht über Arbeitslose gesehen, die selbst ohne Job und ohne Einkommen noch privat versichert bleiben mussten und die Agentur für Arbeit sich weigerte, die Privatversicherung dieser Menschen zu zahlen. Im Endeffekt mussten sie von ihrem eh schon niedrigen Hartz-IV-Satz auch noch selbst ihre Versicherungskosten zahlen. Solche Fälle zeigen eindeutig, dass mit unserem Versicherungssystem in Deutschland etws nicht stimmt. So schön und gut es auch ist, dass es hier ein solches System überhaupt gibt, so ist es nichts detso trotz dringend reformbedürftig. Solange es private und gesetzliche Krankenversicherungen gibt, wird sich die Bundesrepublik zunehmend zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft entwicklen und Probleme wie der eben genannte Fall werden sich verschärfen.